DER FLUCH DER PIRATEN
von neuemodelle
Liebe Piraten, euch halte ich für die ultramodernen Politiker des digitalen Zeitalters, die unsere Gesellschaft zukunftsfähig machen. Ihr klebt nicht an alten Denkmodellen wie der Mangelwirtschaft oder der polizeilichen Kontrolle des Bürgers. Ihr seid für Basisdemokratie, ungehindertes Filesharing und ein bedingungsloses Grundeinkommen. Ihr habt verstanden, dass Menschen selbst über komplexe Gesetze entscheiden können, freiwillig für digitalisierte Kulturgüter bezahlen und selbstverständlich ohne finanzielle Notwendigkeit hart arbeiten, um der Gesellschaft einen Gegenwert für den paradiesischen Überfluss zu bieten, den ihr prophezeit. Ich gebe zu: Ich finde euch ein wenig zu zaghaft. So habe ich ermutigt, zu Ende zu denken und freies privates Nachdrucken von Geldscheinen zuzulassen, Steuersätze direkt per Bürgerumfrage gerecht zu bestimmen und Fahrraddiebstahl zu entkriminalisieren. Aber ich weiß: Gut Ding braucht Weil. Dass ihr nun aber im beginnenden Wahlkampf bravourös bewältigte Denkschritte rückwärts gehen wollt, verstört mich ein wenig. Ich habe doch richtig gelesen: Ihr findet es problematisch, dass eure Mitglieder zu großen Teilen nicht bereit sind, ihre Mitgliedsbeiträge zu bezahlen. Zuerst wolltet ihr eure eigenen Landtagsabgeordneten zu Rückzahlungen an die Bundespartei überreden, seid aber am Geiz-Gate gescheitert. Jetzt wollt ihr Mahnungen an arme, treue, unschuldige Mitglieder verschicken? Was treibt euch zu solch einem Rückfall in veraltete Geschäftsmodelle? Ich hoffe, ein paar einfache Überlegungen bringen euch zur Vernunft zurück:
1) Menschen zahlen freiwillig, wenn ihnen das, was sie bereits umsonst bekommen haben, genug wert ist. Musikern, Filmemachern und Buchautoren sagt ihr doch, sie sollten aufhören, sich auf überkommenes Urheberrecht, Abmahnungen und andere ekelhafte Instrumente zu stützen, um veraltete Geschäftsmodelle zu schützen. Wer etwas kostenlos heruntergeladen hat, zahlt danach freiwillig, wenn ihm das etwas wert ist. Wenn eure Politik euren Mitgliedern etwas wert ist, zahlen sie auch freiwillig!
2) Eure nicht zahlenden Mitglieder nehmen euch doch nichts weg. Musikern, Filmemachern und Buchautoren sagt ihr doch auch, ihnen entstehe kein Schaden, wenn ihre Werke unentgeltlich auf Tauschbörsen verbreitet werden. Verbreitung macht Werke bekannt, und so gelangen sie viel schneller an (dumme? reiche? altmodische? ehrliche?) Menschen, die freiwillig zahlen. Ihr habt auch verstanden, dass man ein Werk nicht „stiehlt“, wenn man es ungefragt vervielfältigt. Ihr seid als Partei nicht „gestohlen“, weil eure Mitglieder nicht zahlen. Mitglieder machen euch durch beherzten Partei-Eintritt bekannt und betreiben PR für euch. So bekommt ihr mehr (dumme? reiche? altmodische? ehrliche?) Mitglieder, die bereit sind, freiwillig ihren Mitgliedsbeitrag zu bezahlen. Ihr sagt, ein Download sei nicht mit einem Kauf zu vergleichen, da man schließlich niemals all das gekauft hätte, was man aus dem Netz lädt. Also: Viele eurer nicht zahlenden Mitglieder wären nie in eure Partei eingetreten, wenn sie geahnt hätten, dass Zahlung unumgänglich ist. Seht es positiv: Ihr könnt mit erfreulich hohen Mitgliederzahlen werben. Lasst euch jetzt nicht an denen aus, die euch genauso nützen, wie Tauschbörsennutzer den Musikern: Euren nicht zahlenden Mitgliedern!
3) Ihr wollt doch (kosten)freien Zugang zu Bildung und Kultur. Dürft ihr dann überhaupt Mitgliedsbeiträge verlangen? Das schafft doch künstliche Schranken, künstlichen Mangel an Teilhabe. Oder hat eure Partei mit Bildung und Kultur nichts am Hut?
4) Ich dachte, Politik macht euch Spaß. Wieso denkt ihr dann so verbissen über Geld nach? Musikern, Filmemachern und Buchautoren sagt ihr doch auch, dass es kein Recht gäbe, von ihrer Tätigkeit zu leben. Wahre Künstler denken nicht an Geld. Wie ist das bei wahren Politikern?
5) Falls es nur die Schuld der noch geltenden alten Ordnung ist, dass ihr über Geld nachdenken müsst, um euren Wahlkampf bewältigen zu können: Warum nutzt ihr nicht die vielen neuen Geschäftsmodelle, die ihr Musikern, Filmemachern und Buchautoren predigt: Da ist das ultrageniale Crowd Funding, wo in kürzester Zeit hunderttausende von Euros für ein gutes Projekt zusammen kommen. Da ist das Netz mit seinen ultravielfältigen Möglichkeiten der Selbstvermarktung. Ihr könnt auch Fan-Artikel verkaufen, da Menschen bekanntlich Sammler und Jäger sind. Verkauft Augenklappen, Flaggen, Schiffchen oder eingeschweißte Piratenpüpse! Musikern, die am schrumpfenden Verkaufsumsatz leiden, sagt ihr, sie sollten ihr Geld auf ehrliche Weise live verdienen. Warum macht ihr nicht mehr Live-Veranstaltungen, anstatt so viel im unlukrativen Netz herumzudümpeln?
6) Es hat euch niemand gezwungen, Politiker zu sein. Eigentlich seid ihr selbst am Zug, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Lasst bitte die armen Mitglieder in Ruhe! Setzt ein Zeichen für Toleranz, kulturelle Vielfalt, mehr Bürgerbeteiligung und glaubt bitte wieder an das Gute im Menschen. Mit Mahnungen und Überwachung von Geldflüssen erreicht ihr gar nichts.
Da ich nicht annehmen möchte, dass ihr von Doppelmoral durchtrieben seid, muss wohl ein Fluch auf euch lasten: Der Fluch der Piraten, wonach alles, was sie der Welt an ultragenialen Weisheiten spenden, für sie selbst nicht funktionieren soll. Vielleicht werdet ihr den Fluch los, wenn ihr euch diese drei Affirmationen täglich ins Gedächtnis ruft:
1) Geiz ist geil! (Eure Abgeordneten und Mitglieder haben es verstanden. Stellt euch der Realität!)
2) Hunger macht kreativ! (Ihr seid doch Gesellschaftskünstler. Begreift es als Chance!)
3) Der Ehrliche ist der Dumme! (Schlau ist, wer das zu nutzen weiß. Ihr seid doch schlau!)
Hängt euch dieses Schild vor die Tür und lächelt dem Wahlkampf entgegen:
AK

Also ich hätte da einen Vorschlag: die GEMA hat ja inzwischen schon das ein- oder andere externe Inkassomandat übernommen. Wenn sie das nun auch für die Piratenpartei machen würden, würde man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen – die Piraten bekämen endlich ihre Mitgliedsbeiträge mit der gleichen Zuverlässigkeit wie die Autoren ihre Tantiemen, und die GEMA würde – wie von den Piraten schon lange vehement gefordert – ihren Kostensatz senken, und somit mehr Geld an die Urheber ausschütten können. Eine klassische ‘win-win’ Situation, wie mir scheint.
Haha, sehr gut, herzlichen Dank!!!
ob das bigotte piratenvölkchen diesen artikel überhaupt versteht?
OOOOch,
lasst doch die armen kleinen Piraten in Ruhe, die üben doch noch.
Nein: Die wollen nur spielen – kuckstu hier:
http://meine-krise.de/cgi-bin/weblog_basic/index.php?m=201204
Was soll denn die Scheiße hier? Wir machen keine Verträge mit Mitgliedern, weil wir doof sind, oder weil wir was zu verschenken haben, sondern weil wir sonst unsere Politik nicht machen können. Und das Problem, das ich dabei habe: Man wirkt uncool, wenn man sagt „Mitgliesbeiträge“ und so. Aber es wird so getan, als ob wir Politik machen als exzentrisches Hobby. Das Rumgetrampel darauf, dass wir irgendwie uncool seien, wenn wir darauf beharren, dass wir uns für die Politik den Arsch aufreißen, ist im Grunde nichts anderes, als dass man uns ins Gesicht pinkelt und sagt: „Euer Gelaber und Gemauschel ist eigentlich nichts wert. Wir wollen das umsonst haben. Wir wollen unsere Mitgliedschaft umsonst haben. Wir können machen, was wir wollen und scheißen drauf, was Du willst oder nicht“. Eine Gesellschaft, die so mit ihren Politikern umgeht, ist nichts wert. Das einig Wahre an der Politik ist, dass wir jede Mark, die wir bekommen, selber verdienen. Die bekommen wir von Leuten, die sagen: „Ja, das ist mir das wert. Ich geb’ 36 Euro aus für die Jungs.“ Das ist die Idee dabei. Das macht die Partei groß. Alles andere ist Subventionstheater. Alles andere ist Amateurpolitik. Aber ich möchte kein Amateurpolitiker sein. Das ist eine Frage des Respekts und des Anstands. Und das Problem, gerade wenn man aufstrebender Politiker ist: Das letzte, was man gebrauchen kann, ist uncool dazustehen. Das ist sozusagen das Tödlichste, was einem passieren kann. Also halten alle schön die Füße still und die Schnauze und den Kopf unten und schauen dabei zu, wie die Sache immer weiter den Bach runter geht. Und zu glauben, irgendwann käme das Sozialamt um die Ecke und würde die Bezahlung der Politiker unternehmen und dabei würde noch gescheite Politik rauskommen – das kann man knicken. Ein Geschäftsmodell, das darauf beruht, dass diejenigen, die die Arbeit machen, nichts bekommen, das ist kein Geschäftsmodell. Das ist Scheiße.
Recht hat er, der Herr Schlömmer! Ihm geht’s genau wie uns Autoren – wir glauben auch nicht, dass irgendwann das Sozialamt um die Ecke kommt und die Bezahlung unserer Schreibarbeit übernimmt. Man wirkt aber uncool, wenn man “3 Euro für ein Buch” verlangt. Darauf zu beharren, dass alle unsere Geschichten frei kopierbar sein müssten, ist, als ob man uns ins Gesicht pinkelt und sagt: “Eure Romane sind nichts wert.” Ein Geschäftsmodell, das darauf beruht, denjenigen, die die Arbeit machen, ihre Arbeitsergebnisse wegzunehmen und diese zu verschenken, das ist kein Geschäftsmodell. Das ist Scheiße.
Lieber Bernd Schlömmer,
auch wenn dieser ganze EIntrag vermutlich ein Fake war, den man Ihnen angehängt hat (weil es einfach ZU genau trifft – und als intelligenter Mensch hätten Sie sich DIESE Blöße nicht gegeben) dann kann ich nur gratulieren. Jede professionelle Band, jeder, der professionell komponiert oder Songs textet, wird sich der Grundaussage mit wehenden Fahnen anschließen. Dazu legen sogar wir Nicht-Piraten uns eine solche zu. Versprochen. Und wir bezahlen sie sogar.
copyright: sven regener gell?
@Steve: Ja, das hab ich auch gedacht
Geleakter Eintrag in der privaten Agenda von Bernd Schlömmer vom 7.8.2012
abgelegt unter ‘für meine Memoiren’
So, das dürfte sitzen. Und zwar ohne viel Kohle rauszuhauen, nur damit mir irgend so ein Schreiberling meine eigene Meinung als Antwort zusammenschustert! Ab sofort wird zurückgeregenert! War echt ne geile Idee von mir. Ob das wohl von den Gelöschten da draußen einer merkt? Glaub ich kaum. Wird schon passen so.
Besser was Knalliges gecopyandpastet, als irgend so ‘nen laschen Rohrkrepierer selber getextet, das wird die Basis sicher auch so sehen. ‘we all stand on the shoulders of giants’ – danke Sven! Gute Argument kann man eben immer mehrfach und in verschiedenem Kontext verwenden, das hab ich immer schon gesagt. ( ! wichtig, nicht vergessen, dem Sven per ‘flattr’ auch im Namen der Partei was für die kreative Weiterverarbeitung seines Werkes rüberzuschieben. Wir Piraten müssen in so was Vorbilder sein ).
Was die etablierten Parteien an Kosten für Fachreferenten und Pressearbeit einsparen könnten, wenn sie sich auch endlich für solch moderne Diskussionstechnologien öffnen würden. Und welchen Sinn sollte es auch machen, wenn wir jetzt noch mit dem Selberdenken anfangen, wenn doch eh von vornherein klar war, dass das nicht so unser Ding ist ( http://landesblog.de/2012/04/wahlprogramm-piratenpartei-fallt-bei-test-mit-plagiatssoftware-durch/ )
Jedenfalls bin ich mir sicher, dass wir auch ohne Mitgliedsbeiträge prima weiter eindrucksvolle Beiträge in der Politik abliefern können, wenn wir nur konsequent die Möglichkeiten des Internets nutzen.
Und zwar völlig umsonst!
( Achtung! Letzten Satz vor VÖ auf möglichen Doppelsinn prüfen lassen. Kommt mir irgendwie gerade komisch vor )
..bitte..bitte…übertrage deine letzte Aussage auch auf die Leute die von geistiger Arbeit leben! Vg Peter Georg
Hmm, wer Mitglied geworden ist, hat einen Antrag unterschrieben, dort ist der Beitrag rechtsverbindlich geklärt. Also reden wir hier von einer Vertragsverletzung, bei anderen Parteien zieht das einen Ausschluss nach sich. Bei dem Thema Urheberrecht gehen die Meinungen zu Recht weit auseinander. Mir als normalem Arbeitnehmer stellt sich immer wieder die Frage, warum muss für eine einmalige geistige Leistung auf ewig gezahlt werden? Ketzerisch gefragt, ist die geistige Leistung aus der Kunst besser als meine, die ich jeden Arbeitstag neu erbringen muss.
Benny, das ist ein Denkfehler. Du zahlst ständig Dinge wiederholt. Alle langlebigen Apparaturen der Industrie. Mit jedem Brötchen zahlst du den Ofen vom Bäcker. Unterscheide bitte zwischen Unternehmer und Arbeiter. Der Unternehmer investiert und darf sich wiederholt bezahlen lassen, trägt aber auch das Risiko. Der Arbeiter bekommt nur seine Zeit bezahlt, trägt aber nicht das unternehmerische Risiko. Wer Künstler ist, trägt immer das unternehmerische Risiko. Daher muss es auch möglich sein, in die Gewinnzone zu kommen durch wiederholte Bezahlung, wenn ein Kunstwerk eben erfolgreich ist. Wenn du das abschaffst, stufst du Künstler auf Arbeiterstufe und brummst ihnen dennoch das unternehmerische Risiko auf. Außerdem siedelst du hier Vertragsverletzung höher an als Rechtsverletzung. Das ist wohl eine unsinnige Verdrehung. Verträge wirken nur da, wo etwas nicht durch das Recht anderweitig geregelt ist. Recht geht über Vertrag!
“bei anderen Parteien zieht das einen Ausschluss nach sich” – IBTD. Das machen die anderen Parteien auch nicht. Die sind bloß nicht so transparent wie die Piraten, daher sieht man das nicht so gut.
Ich glaube, da hat jemand etwas falsch verstanden. Das Urheberrecht zu modernisieren hat nichts damit zu tun, den Autoren und Künstlern ihr Auskommen wegzunehmen. Ich schaue mir gerne die Cartoons vom Flix, von Ralf Ruthe und anderen im Internet an. Wenn es zeitlich passt, schaue ich mir die Life Shows an, ich kaufe die Bücher (am liebsten beim Autor direkt).
Was mich stört, ist die GEMA Abgaben auf den Gesang des Dorfchores beim Kletterverein, die Beweislastumkehr der Verwertungsgesellschaften. GERNE bin ich bereit an Künstler (oder deren Verwertungsgesellschaft) meinen Teil zu entrichten, aber bitte, der Gläubiger ist in der Beweislast, dass ich ein Werk von ihm genutzt habe, nicht ich, dass ich es nicht tat (Wenn ich mich gleich vor die Tür begebe und “Alle meine Entchen” singe, dürfte die GEMA auch ankommen…). Weiterhin, liebe Autoren, für eure Werke bin ich bereit zu bezahlen. Nur warum ist es mir verboten das e-Book, nachdem ich es gelesen habe, weiterzugeben. Meine Ausgabe von Moby Dick, die gebundene hübsche, die im Schrank steht, kann ich beliebig verleihen, sogar weiterverkaufen (wenn ich es denn wollte). Für das eBook bezahl ich soviel wie für’s Paperback, nur dass ich weniger Rechte daran hab. Bei der fortwährenden Rechtebeschneidung der Konsumenten, ist es doch nicht weiter verwunderlich, dass sich eine Art Selbstjustiz entwickelt, die dem Ungleichgewicht entgegen zu wirken versucht. Vielleicht schlägt da das Pendel auch weit in die andere Richtung aus. Beides ist weder für die Schaffenden noch für die Konsumenten von Vorteil.
Zusammen werden wir einen Weg finden müssen, der die Belange beider Seiten beachtet und zusätzlich die Möglichkeiten nutzen lässt, die die technischen Veränderungen nunmal bieten.
‘Der Gläubiger ist in der Beweislast…’
also, das würde ich mir ja noch mal überlegen.
Nicht, dass ich es nicht eine nette Idee fände, ab sofort persönlich an allen Veranstaltungen teilzunehmen, auf denen jemand möglicherweise meine Songs spielt, aber es geht ja nicht nur um mich – alle aktiven der insgesamt 65 000 Mitglieder, also so um die 3000, müssten das dann ja dann auch machen.
Würden wir denn auch ganz bestimmt nicht stören?
Oder wollen wir es vielleicht lieber doch so lassen, wie es ist…?
Ich bin auch dafür, dass die Piratenpartei ihren Mitglieder nicht über Bevormundung und Strafen kommt, sondern einfache Bezahlmöglichkeiten, wie Lastschriftverfahren anbietet, so haben einige LVs schon Quoten über 90% freiwilliger Zahler erreicht.
Nee, also ‘Lastschrift’, das geht ja wohl gar nicht! Es soll doch schließlich keine ‘Last’ sein, in so einer tollen Partei Mitglied zu sein, sondern eine Freude.
‘Freudenschrift’ fände ich ok.
Jemand dagegen?….Handzeichen bitte!
Lustschrift heisst das bei uns natürlich.
Lasten haben wir schon genug.
@Mike
Also ‘Lustschrift’ finde ich ganz groß!
Ehrlich.
Implementiert dieser Begriff doch gewissermaßen das Herzstück piratischen Spirits auf denkbar elegante Weise in einen der weniger geliebten Aspekte unseres täglichen Zahlungsverkehrs.
Und wenn sich herumspricht, wie gut das bei den Piraten funktioniert, werden sicher bald schon große Teile der Wirtschaft nachziehen:
‘Wir bieten unsere Kunden ab sofort an, ihre offenen Rechnung künftig per bequemem ‘Lustschriftverfahren’ zu begleichen. Dieses stellt es Ihnen frei, nur dann Ihre Schulden bei uns zu zahlen, wenn Sie auch wirklich Lust dazu haben.”
Manchmal reicht es schon, einen einzigen, winzigen Buchstaben auszutauschen, damit diese unsere Welt ein besserer und lebenswerterer Ort wird – danke Piraten!
Danke… aus ganzem Herzen danke.
Danke für den leidenschaftlichen Humor auf ganzer Linie.
Wer mehr über die Piraten lachen möchte, darf sich schamlos daran probieren…
http://langebank.wordpress.com/2012/07/25/mv-extreme-streaming-grabbing-pirating/
Ich selbst finde jede Art von Partei überflüssig.Mein Geld kann ich auch selbst in den nächsten Gully schmeissen.Dazu brauche ich niemanden.
Es ist schade, dass die die in Vergangenheit leben nicht verstanden haben, dass sich alles ändert. In der neuen digitalen Welt gibt es längst Erlösmodelle und faire Abrechnungen, aber eben nicht überall. Wer nicht kapiert, dass in der Umstellungsphase vieles ungerecht abläuft (aus seiner Sicht) und glaubt, die Piraten seien blöd, der hat sich mit dieser neuen Form der Politik und der digitalen Kommunikation nocht nicht beschäftigt. Ist aber auch egal, weil die nächste Generation nicht mit dem ganzen Ballast (GEMA & Co) herumhadert, sondern einfach dort ansetzt wo eine vernünftige Ballance zwischen digitalem Leben und wirtschaftlichen Möglichkeiten entsteht. Liebe/r/s AK von neuemodelle, Dein Blogpost ist argumentativ in der Tradtion des Politkabaretttttt der frühen 60er angesiedel. so wird heute nicht mehr gedacht, argumentiert und gepostet… Dein Sebi http://www.sebiturbo.com
Sebastian, Dein Kommentar ist ganz großes Kino!
Da übernimmt einer wortwörtlich ALLE Argumente der Piraten, und Du nennst ihn ‘gestrig’, erklärst ihm , dass ‘…heute nicht mehr so gedacht wird’.
Du bist damit ab heute mein ganz persönlicher Piratenkönig!
Lieber Dein Sebi, danke für den Hinweis, aber der Blogpost ist argumentativ 100 % Piratensprech. Vielleicht kannst du denen erklären, dass so heute nicht mehr gedacht wird.
Interessant, dass man der Meinung sein kann,nur weil die Medien gewechselt werden,verändert sich auch die Politik.Neu gleich besser.Wobei ich fragen muss,was ist denn besser?Chaos stiften mit unfertigen Aussagen,die ja noch nicht mal Meinugen sind,nenne ich weder neu noch besser.Die Theorie wir machen einfach, kann im Kindergarten Erfolg haben, im wirklichen Leben kommt man damit in die Schlagzeilen und wird dann wieder vergessen.
Was die Piratenpartei betrifft machen diese für mich keine Politik.Sie versuchen sich über diese zu profilieren.Sie sind weder besser noch schlechter als die etablierten Parteien und das macht sie so vergänglich.Weil alle unsere politischen Modelle schon längst überholt sind.Europa ist Pleite,Amerika sit Pleite und der Rest der Welt dem geht es nicht anders.Die Politik als solche hat längst ihre Bankrotterklärung abgegeben.
Haha, das Schild ist toll ! Der Blog natürlich auch. Liebe Grüße
[...] http://neuemodelle.wordpress.com/2012/08/05/der-fluch-der-piraten/ Bewerten:A r t i k e l =>E-MailDruckenMehrFacebookTwitterGefällt mir:Gefällt mirSei der Erste [...]
Jetzt mal losgelöst vom Sarkasmus und der Ironie des Artikels, worin ja durchaus ein wahrer Kern stecken mag.
Das aktuelle Urheberrecht ist nicht mehr zeitgemäß, ungerecht und somit reformbedürftig, darüber ist sich die Mehrheit der Betroffenen einig.
Nach dem derzeit verwendeten Geschäftsmodell der meisten Urheber kann durchaus ein finanzieller Schaden durch das Verbreiten derer digitaler Werke im Internet entstehen. Einen tatsächlichen Nachweis gibt es meines Wissens nicht, sondern die Aussagen diesbezüglich sind spekulativ. Man erwartet schlicht, dass durch das Verbreiten unentgeltlicher Kopien Schaden entstehen würde und nimmt dies als Tatsache hin. Interessanterweise gibt es sogar Gegenbeispiele (z.B. Zoe Leela). Ich möchte auch nicht abstreiten, dass die Vermutung, durch kostenlose Verbreitung ansonsten kommerziell vertriebener Werke, ein finanzieller Schaden entstehen kann. Es ist absurd zu glauben, dass jeder, der ein solches Werk auf kostenlosem Weg ergattert, danach freiwillig dafür bezahlen würde. Tatsächlich kenne ich Fälle, mich eingeschlossen, die am “Original” Interesse anmelden, wenn die Hör- oder Sichtprobe im Internet gefiel. Somit stimmt die eigentlich eher abfällig bemerkte Aussage “Verbreitung macht Werke bekannt” uneingeschränkt. Fraglich bleibt dabei der finanzielle Nutzen. Dieser hängt entscheidend vom Geschäftsmodell ab. Die digitale Revolution erfordert somit eher eine Anpassung der Geschäftsmodelle und Vertriebswege, anstatt über immer heftigere Restriktionen im Urheberrecht die Konsumenten zu bestrafen.
Crowd Funding ist sicher nicht das Geschäftsmodell für alle, dennoch konnten einige Leute damit immerhin ihre Projekte umsetzen. Im Gegensatz zu etablierten Geschäftsmodellen, insbesondere die GEMA- Methode, halte ich jede andere Alternative als gerechter und sympathischer. Auch darüber darf man anderer Meinung sein.
Persönlich hadere ich noch mit der aktuellen Programmatik der Piratenpartei bezüglich des Urheberrechts an einigen Stellen. Das wird sich mit der neuen Programmatik demnächst hoffentlich ändern. Generell bin ich jedoch der Auffassung, dass das derzeitige Urheberecht eine Reform vertragen kann. Wenn man sich nämlich intensiver damit beschäftigt, reden wir eigentlich nicht (mehr) vom Urheberrecht, sondern von einem Verwerterrecht.
Gruß,
Forenwanderer