FREIES KOPIEREN – GELD

von neuemodelle

Ich bin für ungehindertes Nachdrucken von Geldscheinen! Die Technik gibt’s schon lange her. Wir müssen uns dieser Realität endlich stellen. Man kann es letztlich gar nicht verhindern. Diese Verurteilungswellen müssen aufhören. Nur weil jemand Geld nachdruckt, nimmt er niemandem (!) etwas weg. Das kann man also nicht mit Taschendiebstahl vergleichen. Deshalb müssen „Geldfälscher“ (wie sie polemisch von der Geld-Gegenwert-Mafia genannt werden) entkriminalisiert werden. Allein schon der Begriff „Geldfälscher“ zeigt ein völlig abwegiges Verständnis der Realität, denn der zugrunde gelegte Geldschein sieht nach wie vor gleich aus:

Er ist unverändert! Wie kann er dann gefälscht sein? Und wie kann etwas eine Fälschung sein, das neu entstanden ist und haargenau so aussieht wie etwas, das ja auch keine Fälschung ist? Wer einen hochwertigen Drucker und gutes Papier rechtmäßig erworben hat, kann damit im übrigen machen, was er will, solange er nichts zerstört, was einem Anderen gehört. Sinnvoll und wichtig wäre ein Verbot von Wasserzeichen und Metallstreifen als Kopierschutz. Geld ist wichtig für Menschen. Da sollte man keine übertriebenen Barrieren schaffen. Diese Barrieren dienen nur einigen wenigen Lobbyisten, die auch so ans große Geld herankommen. Die Mehrheit der Bevölkerung muss darunter leiden. Ich glaube übrigens im Gegensatz zu einigen kulturpessimistischen Schreihälsen nicht, dass verantwortliche Bürger sich über die Höhe eines angemessenen bedingungslosen Grundeinkommens hinaus zu viel Geld drucken und keine Leistung als Gegenwert erbringen würden. Im Gegenteil. Durch einen modernen Umgang mit Geld können auch Leistungen entlohnt und dadurch vermehrt erbracht werden, die vorher durch die Maschen der verkrusteten Verteilstrukturen gefallen wären. Bürger sollen endlich selbst und ohne Überwachung darüber entscheiden können, ob ihre eigene Erscheinung oder Leistung etwas wert ist. Es muss eine direkte Verbindung zwischen Leistung und Entlohnung geschaffen werden. Alles dazwischen muss weg, vor allem diese monopolistische EZB, die sich nur selbst am Geld aufbläht. Durch die digitale Kommunikation und Nachrichtendienste wie Twitter kann Jeder zu jeder Zeit bekannt geben, was er geleistet hat und das auch dem Ausland gegenüber deutlich machen. Dass es zu wirtschaftlichen Einbrüchen im internationalen Gefüge käme infolge neuer Entlohnungsmodelle, ist im Übrigen wissenschaftlich nicht belegt. Eine aktuelle von einem großen Internetkonzern großzügig gestiftete und unabhängige Studie hat ergeben, dass Menschen – auf sich selbst gestellt – eher zur Bescheidenheit neigen. Man muss sich entgegen alter Vorurteile vor Augen führen, wie viele der gegenwärtig diskutierten Probleme auf einen Schlag gelöst wären, wenn wir uns endlich für einen modernen Umgang mit Geld und Leistungs-Entlohnung entscheiden könnten.

AK

Nachtrag: Die Tatsache, dass handelsübliche Drucker eine Sperre haben müssen, die es verhindert, Banknoten zu drucken, ist ein höchst bedenklicher und moralisch verwerflicher Gesellschaftlicher Missstand, der einen künstlichen Mangel an Banknoten schafft und daher schnellstens zu beseitigen ist. Vielmehr sollte die freie Verbreitung digitalisierter Banknoten gefördert werden, da es ökologisch wie ökonomisch unsinnig ist, dass jeder Mensch sich einen Scanner anschaffen muss. Die Verlogenheit der mafiösen Geldwirtschaft zeigt sich schon darin, dass faktisch eine digitale Verbreitung von Banknoten sogar stattfindet: Jeder Drucker enthält ja, um Banknoten zu erkennen, ein digitales Abbild ebendieser. Aber diese Speicherung wird zu dem negativen Zweck der Mangelherstellung benutzt. Der positive Zweck – eine höhere Geldverfügbarkeit – wird arglistig verhindert.