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weiter denken…

Kategorie: Privilegienmuschi

WIR SIND DIE CROWD! WIR FUNDEN DICH! ERWARTE UNS!

Lieber Johannes Ponader, das ist echt nicht nett vom Bernd Schlömer, dass er dir erst einen medialen Maulkorb verpasst und jetzt kackendreist mit dem hinterfotzigen Ratschlag an dich, „mal zu arbeiten“ Schlagzeilen macht. Du hast so viel für ihn geschuftet, und jetzt dieser Undank. Nimm es dir einfach nicht zu Herzen. Schlunz Schlömi reicht nur weiter, was ihm sein Chef reinwürgt. Der sagt ihm nämlich mittlerweile täglich: „Arbeiten Sie eigentlich auch, Herr Schlömer, oder machen Sie nicht doch mehr Parteiarbeit auf unsere Kosten?“ Ja, so sieht’s aus, Johannes. Wie gut, dass du dich auch nicht weiter beeindrucken lässt und wieder durch die Talkshows tingelst, denn: wir brauchen dich! Du bist es, der den bedingungslosen Grundkurs der Piratenpartei (steil gen Abgrund) auch im Wahlkampf konsequent verfolgt. Du bist nicht dem Bundestags-Sessel verpflichtet oder von der winkenden Diät verführt, sondern ein unbestechlicher Befreier. Nicht du turnst die Wählerschaft ab, sondern die anderen in deiner Partei tun das mit ihrer Doppelmoral. Schau mal, während die Prinzipienuschi wider jedes Piratenideal gegen den Download ihres Buchs vorging (aus Dankbarkeit über die sechsstellige Bestechung der Content Mafia) und sich jetzt von eurer Bande strategisch den Mund verbieten lässt (und in vorauseilendem Gehorsam sogar ihr Facebook-Profil gelöscht hat – digitaler Selbstmord), bist du ehrliche Wege gegangen und hast mitten im Kampf gegen Abgeordneten-Bestechung eine korrekte Crowd Funding Aktion für dich selbst gestartet, als das mit dem Hartz IV wegen der entarteten Arbeitsämter bröckelte. Dass die Aktion wohl nicht so gut lief, ist nicht dein Fehler, Johannes. Denn die Piratenpartei sagt ja, dass Crowd Funding das Mittel der Wahl ist und Leute gern freiwillig zahlen. Da die Wahlen näher rücken und wir dich in Bestform brauchen, damit du deine Bande überführst und versenkst, möchten wir dir helfen durch einen edlen Aufruf:

Vernunftsbegabte Bürger des Landes, seid bitte so gut und schickt dem Johannes Ponader einen Hunni, damit er uns erhalten bleibt und tut, was ihm gute Mächte befahlen. Es darf auch ein kopierter Hunni sein, wenn’s keiner merkt und ihr nicht vergesst, den Modus „Privatkopie“ anzuknipsen. Aber schickt ihm was! Es geht um unser Land!

Ja, wir sind die Crowd! Wir funden dich! Erwarte uns!

AK

Nachtrag: Das ging schnell. Es kamen so viele kopierte Hunnis zusammen, dass Johannes Ponader keine 24 Stunden später seine eigene Spendenaktion beenden konnte. Da ist sie, die Welt des Überflusses.

VON PRIVATEN PIRATEN UND ÖFFENTLICHEN TOILETTEN

Liebe Piraten,

ich habe trotz gewissenhaften Trainings einen Knoten im Hirn. Ich kapiere das mit den „privaten Tauschbörsen“ nicht, die ihr legalisieren wollt. Mein Gehirn sagt, dass es nicht „privat“ ist, wenn ich eine Datei unbegrenzt vielen Menschen, die ich nicht kenne, zur Verfügung stelle. Ja, Scheiß-Gehirn, ich weiß. Ihr erklärt ja auch, dieses Anbieten von Dateien sei „nicht-gewerblich“. Aber schon wieder ein Knoten: Ist „privat“ wirklich das Gegenstück zu „gewerblich“? Wenn ich eine Datei im P2P-Netzwerk anbiete, mache ich sie doch öffentlich zugänglich. Und „öffentlich“ habe ich als passendes Gegenstück zu „privat“ gespeichert. Verdammt. Die Tauschbörse ist eigentlich ein öffentlicher Ort! Eine Toilette ist ja auch öffentlich, wenn sie von jedem Menschen (nicht unbedingt kostenlos – ein Wahlkampfthema für euch?) besucht werden darf.

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Und sie wird nicht zur „privaten Toilette“, wenn kein Geld fürs Pinkeln fließt oder sie regelmäßig nur von Nicht-Geschäftsleuten besucht wird. Allein der freie Zugang macht den virenbehafteten Zauber aus, der einer privaten Toilette abgeht. Wie kann dann eine Tauschbörse für tausende von Nutzern „privat“ sein? Liegt nicht auch da der (virenbehaftete) Zauber in der Unbegrenztheit und Vielfalt der Teilnehmer? Helft mir! Ich wäre doch so gern ein ganz normaler privater Pirat ohne Hirn und ohne Knoten, der im Netz kein Scheiß-Geld bezahlt und dem es scheißegal ist, ob irgendein Scheiß-Urheber um den Ertrag seiner Arbeit betrogen wird. Ich kann nicht unbeschwert privat saugen, solange ich annehmen muss, dass es das „nichtgewerbliche“ oder „nichtkommerzielle“ Filesharing, von dem ihr immer redet, gar nicht gibt. Ich biete Dateien urheberrechtlich geschützter Werke ja nicht aus Nächstenliebe an, sondern will im Gegenzug möglichst viele attraktive Dateien erhalten. Mein Hirn meldet: Handel! Tauschhandel! Gegenseitiger Vorteil! Ohne Geldfluss? Naja, zu mir fließt erstmal nichts, aber zu den Betreibern der Tauschbörsen oder Social Networks umso mehr. Die holen es sich über Werbung und Verwertung von Nutzerdaten, so wie es sich Raststätten mit kostenlosen (daher aber noch lange nicht „nicht-gewerblichen“) Toiletten über Snackverkäufe holen. Nur die Hersteller der Handelsware werden beim Filesharing übergangen. Total privat und schadet ja auch nicht? Nichtgewerbliches Filesharing? Private Tauschbörsen? Dann noch euer geheiligter Privatverkauf von Dateien, deren Ursprung bitteschön (ill)egal sein darf? Aua, mein Gehirn. Könnt ihr so wirklich die breite Palette gesellschaftlicher Probleme lösen, ohne dass das Land untergeht? Was habt ihr für mich? Wie habt ihr die Knoten gelöst? Oder macht euch das Verlangen nach „kostenlosem“ Privatkonsum auf Kosten der Konsumgüterhersteller einfach nur dumpf im Schädel?

AK

PIRATENSCHEIN – ALLE PRÜFUNGSFRAGEN ZUM ÜBEN

Nachfolgend finden Sie die Prüfungsfragen zum Piratenschein, direkt vom Server der Piratenpartei gehackt. Sie sollen der freien Wissensgesellschaft nicht länger vorenthalten werden. Das dient der Vorbereitung auf die äußerst verzwickte Unreifeprüfung. Aufgrund der sehr hohen Durchfallquote (auch inhaltlich) wird die Vorbereitung dringend empfohlen. Außerdem sollten Sie sich schnell zum Test anmelden, denn die Piratenpartei könnte bald komplett abschrammen. Holen Sie sich schnell den Schein – ein must-have! Er gibt das „Recht auf Privatkopie“ und ist daher wie eine ungedeckte, zeitlos gültige Kreditkarte im Netz. Man bekommt damit alles, und zwar umsonst!

DURCHFÜHRUNG

Zu den Fragen 1 bis 22 werden jeweils vier Antworten vorgeschlagen. Schreibe ein JA hinter jede zutreffende Antwort. Die Punktzahl für den Fall, dass du Recht hast, steht in Klammern. Einfache Bashups oft gedroschener Piraten-Phrasen werden mit 5 Punkten bewertet, visionäre Transferantworten mit 10 Punkten. Es können, logisch addiert, maximal 542,5 Punkte erreicht werden. Der Test wird auch nur bei Erreichen der vollen Punktzahl bestanden. Allerdings gibt es alternativ auch das Ponader-SMS-Spiel. Da kann man den Piratenschein durch nur eine Frage bekommen. Dazu später. Viel Erfolg beim Üben!

PRÜFUNGSFRAGEN

1)   Ausweichregeln: Wenn du mit Fakten gegen dein Wunschdenken belästigt wirst, kannst du

  1. auf ein populistischeres Thema ausweichen. (5)
  2. genervt anmerken, dass die Netzgemeinde so nicht denkt. (5)
  3. stöhnen: „Ey, Alte/r, du bist echt sowas von… moralisch, ey!“ (5)
  4. behaupten, dass empirische (von Empiraten durchgeführte) Studien das Gegenteil beweisen. (5)

2)   Wenn du bei einer unlogischen Argumentation ertappt wirst (der „Piraten-Klassiker“), solltest du

  1. deinen nächsten Satz beginnen mit „die Piratenpartei steht dafür, dass…“. (5)
  2. gelangweilt anmerken, dass der Widerspruch nur in der alten analogen Welt besteht. (5)
  3. auf dein Smart Phone schauen, weil ein wichtiger Tweet reinkam. (5)
  4. von Liquid Feedback faseln (aber nicht erwähnen, dass die Programmierer sich von der Piratenpartei distanziert haben). (5)

3)   Wer freiwillig für Kunst und Kultur im Netz bezahlt (also jeder Bürger),

  1. der fährt auch freiwillig Tempo 50 in Ortschaften (Verkehrsschilder können abgeschafft werden). (10)
  2. kann über Gesetzesänderungen aller Art abstimmen, sofern er zwei Stunden am Tag surft und daher kompetent ist. (10)
  3. zahlt auch freiwillig Steuern (Finanzämter müssen auf Mahnungen und Betriebsprüfungen verzichten). (10)
  4. zahlt nur seinen Piratenpartei-Beitrag nicht freiwillig, was aber auch die einzige Ausnahme vom Prinzip ist. (5)

4)   Filmwerke, die aus (Scheiß-)GEZ-Geldern bezahlt wurden, gehören der Öffentlichkeit. Drehbücher müssen ins Netz. Deshalb

  1. sollten auch steuerfinanzierte Atombomben-Baupläne ins Netz. Verantwortliche Weltbürger machen nichts Schlimmes. (10)
  2. gehört Johannes Ponader seinen Spendern. (5)
  3. kannst du die Drehbücher selbstverständlich non-kommerziell verkaufen (Privatverkauf der Privatkopie). (5)
  4. darfst du aus mindestens zwei Drehbüchern ein eigenes zusammenmashen (transformative Werknutzung) und dir einen Proscar (höchster Prosumentenpreis) saugen. (10)

5)   Raubkopie: Wer den Begriff ablehnt, darf auch

  1. den Begriff Rufmord ablehnen, da das damit verbundene Handeln ja eine Form der Fürsorge ist, niemandem etwas wegnimmt, den vermeintlichen Opfern Bekanntheit und neue Selbstartikulationschancen eröffnet. (10)
  2. Geldscheine kopieren, wenn er das Original niemandem geraubt hat und die Geldscheine nur non-kommerziell (Privatgebrauch) ausgibt. (10)
  3. endlich verstehen, dass es Urhebern nicht weh tut, wenn man ihre Werke nach Belieben kopiert und verbreitet. Sie sind sogar dankbar, denn Hunger macht kreativ. (5)
  4. nicht jammern, wenn er ungefragt non-kommerziell geclont wird (Privatkopie / freie Erbinformationsgesellschaft). (10)

6)   Geistiges Eigentum: Wer den Begriff ekelhaft findet und als Kampfbegriff anprangert, der

  1. findet den Begriff „PrivilegienmuXXXi“ [blocked due to disgust issue] zum Reinbeißen. (5)
  2. darf sich als Pirat dennoch an den Vorteilen des geistigen Eigentums bereichern, wenn er klarstellt, dass er damit keine Piraten-Ideale verletzen möchte und sein Eigentum ganz sicher später mal nach dem Omi-Räumt-Den-Speicher-Auf-Prinzip dem Volk übergeben wird. (5)
  3. findet, dass „Content Mafia“ ein Versöhnungsbegriff ist. (5)
  4. versteht, dass die Werke anderer Menschen grundsätzlich weniger Schutz brauchen als eigene, weil man’s ja auch schwer hat. (5)

7)   Nicht-kommerzielle Nutzung von Literatur, Film, Musik, …: Sie muss im Netz kostenfrei für den Privatgebrauch sein. Das bedeutet, dass

  1. man Werke anderer Menschen für seine Homepage, Social Networks oder privates Verteilen über Tauschbörsen benutzen darf, wenn man die Originaldatei nicht heimtückisch vernichtet. (5)
  2. man Werke anderer Menschen durch nichtgewerbliche Mashups und Remixes verändern darf, was die Werke verbessert. (5)
  3. man als Pirat dennoch bei Major-Verlagen veröffentlicht und die nicht-kommerzielle Verbreitung im Netz behindert (wer zum Wohle des Volkes Wasser predigt, darf zum Dank Wein trinken! Prost auf Erich!). (5)
  4. der private Verkauf dieser Werke jederzeit möglich sein muss (aber bitte: nur non-kommerzieller Verkauf). (5)

8)   Wer als Politiker von seiner Partei wegen geiziger Abgeordneter nicht bezahlt werden kann und nicht die (von Bernd Schlömer übrigens ungenutzte!) Möglichkeit hat, Parteiarbeit während eines Verwaltungsjobs zu machen, hat Anspruch auf

  1. Hartz IV (wenn er sich nicht völlig bescheuert anstellt und mit zehntausend Arbeitsstunden pro Woche herumprahlt). (5)
  2. Spendengelder (nie waren Politiker so unabhängig). (5)
  3. TV-Sendezeit (Twittern vor laufender Kamera befriedigt auch). (5)
  4. Burnout (bringt auch Schlagzeilen und ist noch einfacher als ein Buch über seine Netzjugend zu schreiben). (5)

9)   Gema: Die ist scheiße, wie jeder Idiot vor allem weiß. Deshalb

  1. sollte man gar nicht erst wissen, was da Sache ist. (5)
  2. ist Google / Youtube mild, barmherzig und wohltätig, so wie auch die Besitzer großer Szene-Clubs. (5)
  3. ist jedem angehenden Musikautor von einer Gema-Mitgliedschaft dringend abzuraten. (5)
  4. kann man als Pirat dennoch Gema-Mitglied sein und die Vorteile mitnehmen, sofern man wie Bruno Kramm öffentlich durch Besoffenen-Reime klar macht, dass die Gema scheiße ist. (5)

10)                Urheber sollen von der Piratenpartei selbstverständlich effektivst gestärkt werden. Das ist mit dem Gründungsmythos aufs Engste verbunden. Deshalb müssen

  1. ihre Rechteverwalter (Verlage und Verwertungsgesellschaften) geschwächt werden. (5)
  2. Schutzfristen für neu geschaffene Werke verkürzt werden (Schutzentzug macht stark!). (5)
  3. schutzfähige Werke über das Durchschnittsschaffen erhaben sein – die Einstufung erfolgt durch den Pi-Rat (Reichskulturrat 2.0). Messlatte: „Klick Mich“ von Prinzipienuschi [unblocked] Schramm. (5)
  4. Bildungseinrichtungen von Urheberrechtsabgaben befreit werden, damit Autoren mit Bildungsanspruch endlich vom Markt verschwinden und die Piratenpartei nicht länger durch lange recherchierte Scheiß-Fakten belästigen. (5)

11)                ÖPNV muss ohne Fahrschein nutzbar sein. Daher

  1. muss man zur Gegenfinanzierung auf die teure Verfolgung des Schwarzfahrens verzichten. Das haut schon hin. (5)
  2. braucht man offenes WLAN – moderne Menschen müssen dann weniger Bus und Bahn fahren. (10)
  3. muss mehr Service statt Kontrolle durchgesetzt werden. Das spart richtig Kohle. (5)
  4. kann man so auch die Verschuldung der Städte reduzieren. Logisch. (10)

12)                Als Politiker musst du dich zu vielen Themen überzeugend äußern können und solltest auch ein Spezialgebiet haben. Mit Piraten-Mandat

  1. wird das hinfällig – Labern reicht vollkommen. (5)
  2. darfst du zu neuen Themen keine mit der Führung unabgesprochene eigene Meinung haben. (5)
  3. musst du immer das sagen, was die Netzgemeinde (genau wie die Führung) diktiert. (5)
  4. kommt es viel cooler und selbstbewusster an, wenn du keine Ahnung hast und dazu stehst. (5)

13)                Bildung: Sie ist eines unser wichtigsten Güter. Daher sollte

  1. die Schulpflicht abgeschafft werden. (5)
  2. eine Bildungspflicht eingeführt werden. (5)
  3. jeder an jedem wissenschaftlichen Artikel im Netz mitschreiben können (stetige Verbesserung). (10)
  4. der Besitz von Kinderpornos legalisiert werden. (7,5)

14)                Transparenz ist für Piraten heilig. Das bedeutet, man darf

  1. Journalisten von Parteisitzungen ausschließen. (5)
  2. Kommentare auf seinem eigenen Blog zensieren. (5)
  3. Parteifunktionäre feuern, die öffentlich über Parteibeschlüsse reden. (5)
  4. per Liquid Feedback ermittelte Umfrageergebnisse dank anonymisierter Wahl nach Belieben manipulieren. (5)

15)                Hacker-Angriffe auf Websites von Unternehmen und Organisationen

  1. müssen erlaubt sein, weil sie berechtigten Protest äußern. (5)
  2. können jederzeit im Namen von Anonymous geschehen. (5)
  3. schaden den angegriffenen Unternehmen nicht, wenn sie nur deren Website unerreichbar machen (das Unternehmen besteht ja weiter). (5)
  4. sind eine heilsame Ersatzbeschäftigung für jugendliche Mitläufertypen. (10)

16)                US-Fernsehserien sofort nach Veröffentlichung ins Netz gestellt zu bekommen,

  1. ist ein Menschenrecht. (5)
  2. ist so wichtig, dass illegaler Download selbstverständlich ist, falls das legale Angebot später kommt. (Wer sich wehrt, wenn er überfallen wird, muss sich auch nicht über Gewalt wundern.) (5)
  3. ist Bedingung für Teilhabe an der Informationsgesellschaft. (5)
  4. hilft der TV-Branche, moderner und schneller zu werden. (5)

17)                Sharing (von digitalisierten Kulturgütern)

  1. nützt den Künstlern mehr als es ihnen schadet. Das belegen sämtliche von Google finanzierten empirischen Studien. Die Künstler merken es nur nicht, weil sie zu blöd sind. (5)
  2. is caring (kennt man schon aus der Grundschule, wenn einem das Poesiealbum weggerissen und überall herumgereicht wurde). (5)
  3. macht heute jeder und muss entkriminalisiert werden. (5)
  4. ist genau so anspruchsvoll wie das Schaffen von Kulturgütern, weil es durch die digitale Technik unfassbar einfach ist, Kulturgüter zu schaffen (Copy/Paste/Fertig). (5)

18)                Falls Filesharing wirklich entkriminalisiert werden muss, weil das sowieso jeder macht (s. Frage 15, noch mal genau nachdenken!), dann muss auch

  1. Taschendiebstahl in asozialen Stadtvierteln entkriminalisiert werden. (10)
  2. dichtes Auffahren auf der Autobahn vom Bußgeld befreit werden. (10)
  3. Steuerhinterziehung belohnt werden. (10)
  4. Fahrradfahren bei Nacht ohne Licht gefördert werden. (10)

19)                Wer es als Künstler nicht aushalten kann, dass jeder mit seinen Werken machen kann, was er will

  1. sperrt auch seine Kinder zu Hause ein, wenn sie erwachsen werden. (5)
  2. ist kein echter Künstler – die denken nicht an Geld. (5)
  3. ist ein Weichei und kein hartgesottener Hochseepirat. (5)
  4. trauert den Pferdekutschen hinterher. (5)

20)                Drogenkonsum und -besitz gehört entkriminalisiert, denn

  1. nicht Drogen sind schlimm, sondern die Sucht ist es (was können die Drogen dafür?). (5)
  2. die leichte Verfügbarkeit von harten Drogen führt zu einem verantwortungsvolleren non-kommerzliellen Umgang mit ihnen. Übung macht den Meister! (5)
  3. der Mensch hat ein Recht auf Rausch. Rauschunterdrückung muss aufhören. (5)
  4. auf Droge können politische Probleme sofort gelöst werden. (10)

21)                Software-Kopierschutz gehört verboten,

  1. weil Kopierschutz künstlichen (moralisch verwerflichen) Mangel schafft. Die Piratenpartei ist für das Schlaraffenland und versteht nicht, dass es Leute gibt, die das nicht wollen. (5)
  2. die Autonomie des Privatbürgers durch Lizenz-Registrierung aufs Schlimmste beschädigt wird. Mit jeder Registrierung muss schließlich der Name gespeichert werden. Geht gar nicht! (5)
  3. weil’s ohne billiger ist und Kosten für öffentliche Haushalte reduziert werden können. (5)
  4. weil die Softwarehersteller dann mehr Software produzieren und ihre Zeit nicht mehr mit Schutzverfahren verschwenden. (10)

22)                Urheber brauchen statt der Durchsetzung des Urheberrechts:

  1. neue Modelle. (5)
  2. neue Modelle. (5)
  3. neue Modelle. (5)
  4. neue Modelle. (5)

Eimal durchatmen. Bist du dir sicher? Ja? Bei allen Fragen? Sonst wähle lieber das Ponader-SMS-Spiel. Das geht so: Suche dir im Netz die Handynummer von Johannes Ponader. Dann schau dir diese Frage an:

Welche der beiden Absichtserklärungen stammt von der Piratenpartei:

  • a  Niemand hat vor, eine Mauer zu bauen.
  • b  Niemand hat vor, das Urheberrecht abzuschaffen.

Schreibe den Buchstaben der richtigen Antwort (a oder b) per SMS an Johannes Ponader. Du kannst zur Sicherheit auch beide Antworten hintereinander schicken. Pro SMS zahlst du 500 Euro. Die gehen direkt an Johannes Ponader, aber sobald er satt ist, überweist er den Rest an die Piratenpartei. Garantiert!

AK

LIEBE PIRATEN: JULIA SCHRAMM KANN NICHTS DAFÜR!

Liebe Piraten,

ich kann ja verstehen, dass ihr sauer seid auf eure Julia Schramm. Die Privilegienmuschi hat euch übel vorgeführt mit ihrem bei der Content Mafia veröffentlichten Buch, dessen Gratis-Verbreitung sie nun unterbindet. Völlig klar – nichtkommerzielle Nutzung muss kostenfrei sein! Das räumt Frau Schramm ja auch ein. Da das Buch im Grunde nur zur nicht-kommerziellen Nutzung vorgesehen ist (was sollte man auch kommerziell damit machen?), hätte das Buch von vornherein im Netz verschenkt werden müssen. Nun gut. Sie hat einen gut bezahlten Fehler gemacht. Das ist aber doch kein Verrat! Warum müsst ihr jetzt mit Rücktrittsforderungen von eurer eigenen Niederlage ablenken? Ihr wollt doch alle das Recht behalten, morgen anders zu handeln als ihr heute redet. Und mal Hand aufs Herz: Ihr wusstet doch, was da auf euch zukommt. Hättet ihr euch nicht vorbereiten können? Ja, ja – hätte… Müßige Überlegung, ich gebe es zu. Aber ihr könnt doch auch jetzt was tun: Kauft alle erhältlichen Bücher auf und verteilt sie unters Volk. Dann kapiert jeder, wie edel und wichtig kostenloser Zugang zu Kulturgütern ist. Dann habt ihr eine Mega-PR. Dann zeigt ihr, dass es euch nicht nur um Digitales geht. Und: Dann kommt viel mehr Geld zurück für euch, weil die Leute ja freiwillig zahlen! Legt einfach eine Spendenquittung bei. Wem das Buch nicht gefällt, der kann es seinem Nachbarn schenken. Irgendeiner zahlt immer! So seht ihr das doch sonst auch, wenn es um freie Verfügbarkeit geht. Das Buch wird dadurch übrigens noch viel bekannter, was wiederum Frau Schramm beim Afterburner hilft. Auch wenn ihr Zinsen eigentlich ja ganz abschaffen wollt, sind Kreditzinsen im Moment durchaus sehr günstig, falls ihr ihr die Vorfinanzierung nicht leisten könnt. Da Frau Schramm ihren Buch-Vorschuss ja der Partei-Arbeit widmen will, kann sie euch auch sicher zusätzlich aushelfen. Was ihr im Moment macht, ist ein Festhalten an alten Konfliktmodellen, die in ultramoderner Politik einfach nichts zu suchen haben. Ihr zerreißt Frau Schramm hinter der Bühne, um euch öffentlich dann zu ihr zu bekennen. Das kennt man von allen Parteien. Das mieft. Das überrascht nicht. Wagt doch mal was! Probiert neue Modelle aus! Das klappt schon! Julia kann nichts dafür, wenn ihr den Mumm nicht habt. 

AK

SEHR GEEHRTE JULIA SCHRAMM

29.08.2012

Sehr geehrte Julia Schramm,

ich wollte Ihnen auf Ihrer Homepage eine Nachricht hinterlassen, aber Ihr Administrator mag mich nicht. Daher hoffe ich, dass die Schwarmintelligenz meine Nachricht zu Ihnen spült. Ich habe auch nur eine ganz kleine Bitte: Könnten Sie einen Link nennen, wo man Ihr Buch „Klick mich“ kostenlos herunterladen kann? Ich muss ja irgendwie entscheiden können, ob ich es kaufen soll. Das verstehen Sie sicherlich. Selbstverständlich zahle ich freiwillig irgendwann mal eine absolut angemessene Entschädigung an Sie, falls mir das Buch nachhaltig etwas wert ist. Das Geld werde ich Ihnen direkt zukommen lassen, denn ich bevorzuge den direkten Draht vom Verbraucher zum Urheber. So unterstütze ich zu 100 Prozent Sie und kann sicher sein, dass sich nicht die KNAUSerige Content Mafia alles einsackt. Dazu bräuchte ich Ihre Kontonummer. Für eine Internet-Exhibitionistin ist es ja kein Problem, die hier zu hinterlassen. Sie haben ja schon alles erstmalig erlebt… Wenn ich das Buch gelesen habe, werde ich übrigens die digitale Kopie weiterverkaufen. Das entschädigt Sie für den Aufwand, den ich Ihnen hier aufbürde: Was Sie für mich tun, tue ich für meinen Nächsten! Vielleicht sogar mehrfach! Wenn Sie nichts dagegen haben, stelle ich Ihr Buch auch in eine Tauschbörse, um Ihren Absatz so richtig anzukurbeln. Sollten Sie etwas dagegen haben, mache ich das dennoch, denn ich meine es wirklich gut mit Ihnen. Vielen Dank vorab für Ihre Kooperation!

Ekelektische Grüße,

Ihr AK

17.09.2012:

Sehr geehrte Julia Schramm,

da ich nichts von Ihnen gehört habe, gehe ich davon aus, dass Sie sich aus dem Netz zurückgezogen haben. Vielleicht hat der Buch-Vorschuss von 100.000 Euro ja gereicht, und Sie konnten sich in die Realität absetzen. Schade nur, dass Sie der Netzgemeinde immer noch keinen Link zum kostenlosen Download nennen. Da Kritiker im Moment nicht viel Gutes zu Ihrem (?) Werk (?) verlauten lassen (man liest da was von „Faselmorast„), wäre es doch auch in Ihrem Interesse, wenn eifrige Prosumenten Ihr Buch durch zwei bis drei eigene Sätze verbessern und unter eigenem Namen veröffentlichen könnten, damit es eine neue Chance bekommt. Sie betrachten das Buch ja auch nicht als Ihr geistiges Eigentum, was ich sehr löblich finde. Sie sind ein Filter für das, was in der Welt ist und allen gehört. Awsome! Also noch mal meine Bitte: Geben Sie sich einen Ruck!

Ekelektische Grüße,

Ihr AK

18.09.2012:

Sehr geehrte Julia Schramm,

es bestürzt mich, dass nun Dropbox eine dreckige, miese Schmutzkampagne gegen Sie startet. Wenn man Ihr Buch downloaden will, heißt es, das Buch sei in Ihrem Auftrag gelöscht worden. Ich bin sicher, dass in diesen harten Zeiten die gesamte Netzgemeinde hinter Ihnen steht. Wir alle wissen, wie sehr Sie sich für die Verfügbarkeit von Informationen als existenzielle Grundvoraussetzung für die soziale, technische und wirtschaftliche Weiterentwicklung unserer Gesellschaft einsetzen. Was Dropbox da macht, ist zynisch und ekelhaft. Und die Presse setzt sich schamlos drauf. Man unterstellt Ihnen, Sie würden den armen Bürgerinnen und Bürgern ins Gesicht pinkeln und sagen „klickt euch alle selbst“. So sind Sie nicht! Sie können diesem Treiben ein Ende setzen, wenn Sie endlich Ihren eigenen Link anbieten.

Mit ekelektischem Beileid

Ihr AK

Stunden später:

Sehr geehrte Julia Schramm,

dass es so schlimm um Sie steht, konnte niemand ahnen. Sie werden offenbar von der Content Mafia festgehalten und bedroht, um uns glauben zu lassen, es ginge Ihnen gut. „Jetzt krakeelt wieder der Mob“ sagen Sie. Und das Verhalten Ihres Verlags nennen Sie vorbildlich. Das kann ja nur eine Art Stockholm-Syndrom sein und spricht Bände über das, was man Ihnen antut. Folter, Gehirnwäsche und Netzentzug. „Der Mob“, dessen Geschrei Sie doch so feinfühlig erhört haben mit Ihrer Forderung nach Legalisierung nichtkommerziellen Kopierens und Zugänglichmachens – der würde Sie doch nicht verraten. Aber vielen Dank für die versteckte Botschaft. Alles wird gut. Hören Sie sich dieses Mashup an, sobald das offene WLAN steht, bis Anonymous Sie gefunden und in den Teich der Netzgemeinde zurück gerettet hat. Es kann sich nur um Jahre handeln.

Ekelektisch,

Ihr AK

PS: Und falls Sie sich allein fühlen – Sie sind es nicht! Und Sie können auch nichts dafür, wenn Ihre Partei Sie jetzt basht!

Feyd Braybrook's Blog

zu Wort die Gegenseite

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Virch

Notizen

The Trichordist

Artists For An Ethical and Sustainable Internet #StopArtistExploitation

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Kommunikationswissenschaftler beobachten Wahl- und Werbekampagnen

A Composers Diary

Der Schrei nach Musik, dem richtigen Song und Gerechtigkeit

Widerhall

Über Medienarbeit und die Messung ihres Echos

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Nachdenken über Lebensaspekte in der postmodernen Welt

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